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Freitag, 13. Januar 2012 09:51 Alter: 7 yrs

Missionsreise nach Kuba - 2011

Klausur mit den EBM MASA Missionaren.

Hier entsteht eine neue Gemeinde - der Versammlunsraum ist abgedeckt mit einer Plastikplane.

Dienstreise nach Kuba – 21. März bis 14. April 2011
    
Hier möchte ich Euch einen kleinen Einblick über meine Dienstreise nach Kuba geben.

Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Reise gemeinsam mit Arturo Köbernick, unseren Regional Repräsentanten für die spanischsprachigen Länder, unternehmen konnte. Wir sind immer wieder berührt, wie Gott unsere Teamarbeit segnet. Die gegenseitige Hilfe und Ergänzung ist uns sehr wichtig. Dieses Mal kamen unsere Frauen, Marli Waldow und Betty Köbernick, mit nach Kuba. Der Grund hierfür waren gemeinsame Klausurtage mit den Missionarsehepaaren auf Kuba, was für alle sehr gut war.

Wir durften wieder das Wirken unseres Herrn Jesus hautnah erleben, worüber wir uns riesig freuen und Gott dankbar sind. Es ist einfach wunderbar zu sehen, wie Christus die Menschen mit seinem Evangelium erreicht. Wir durften Missionare mit leidenschaftlichem Engagement erleben, aus einem Meeting mit Problembesprechungen kommen und erfahren, dass der Heilige Geist Bereitschaft zur Buße und Veränderung bewirkt hat.

Was uns beeindruckt hat und Freude macht, ist, dass die sechs Projekte, die von MASA unterstützt werden, zur Zeit Vorzeigeprojekte für ganz Kuba geworden sind. Unsere Missionsehepaare engagieren sich mit viel Liebe und großer Leidenschaft und Gott schenkt Früchte. Was uns einerseits große Freude bereitet, andererseits aber vor riesigen Herausforderungen stellt, ist, dass dieses große Wirken und Wachstum, welches Gott schenkt, eine zusätzliche finanzielle Unterstützung verlangt.  Es ist eine besondere Zeit des Wirkens Gottes in Kuba. Viele Türen sind offen, die Projekte wachsen außerordentlich. Es gibt ganz spezifische und konkrete Nöte und Möglichkeiten, die wir auch finanziell sehr gerne noch in diesem Jahr umsetzen wollen, wenn es uns möglich wird. Wir sprechen von zusätzlichen circa 60.000 €. Vom normalen Budget her gesehen ist das nicht umsetzbar. Wir hoffen trotzdem sehr und glauben daran, dass Gott es uns ermöglichen kann.

Die drei Klausurtage, die wir mit den sechs Missionsehepaaren durchgeführt haben, brachten enorme positive Auswirkung. Wir hatten viel Zeit, um aufeinander zu hören, die Herausforderungen und Resultate der Projekte wahrzunehmen, Themen zu bearbeiten, den Teamgeist zu stärken und zu fördern und Ziele für die nächste Zeit zu setzen. Es war so wunderbar zu sehen, wie sie dieses Treffen geschätzt haben und wie wichtig es für sie war. Wir sind uns sicher, unsere Missionare verstehen sich nach dieser Klausur noch viel stärker als Team von MASA in Kuba, welches sich gegenseitig hilft, stärkt, berät, aushilft, in Schwierigkeiten unterstützt und geistliche Korrektur übt.

Auf der Jugendinsel geht die Arbeit mit großem Wachstum weiter. Karell und Raquel Lescaille und das Mitarbeiter-Team arbeiten mit viel Liebe und Engagement, aber auch mit einer sehr klaren strategischen Vision. Hier, aber auch in allen anderen Projekten in Kuba, stellen wir immer wieder fest, dass sie sich vom Mangel an Struktur und Mittel nicht aufhalten lassen. Sie leisten eine hoch qualifizierte Arbeit. Die Arbeit von Marcos und Alicia Rivero in der Mitarbeiter-Schulung für missionarische Gemeindegründungsarbeit in Las Tunas, hat in diesen ersten zweieinhalb Jahren enorm positive Erfolge gebracht. Circa 40 Missionare wurden geschult und ebenso viele neue Gemeinden wurden in dieser Zeit gegründet. Diese positive Wirkung hat dazu geführt, dass der Ostbund der Baptisten entschieden hat, dass diese Arbeit jetzt in dem ganzen Ostteil von Kuba angeboten werden soll. Im April haben sie in vier Regionen mit der Schulung von 200 neuen Mitarbeitern / Missionaren begonnen. Das heißt, in den nächsten zwei Jahren sollen 200 neue Gemeinden gegründet werden. An dieser Schulung darf nur teilnehmen, wer dabei ist, eine neue Gemeinde zu gründen. Diese ganze Arbeit wird über eine sehr gut strukturierte Koordination begleitet, darin sind Seelsorge und Beratung hoch angesetzt. Das Projekt mit Frank und Yudith San Juan in den Elendsvierteln in Havannas macht uns jeden Tag mehr Freude. Unbeschreiblich, auf welcher Art und Weise und wie viele Menschen aus den schlimmsten Umständen für Jesus gewonnen werden. Es wurde schon eine zweite Gemeinde gegründet und sie arbeiten bereits in weiteren 11 Elendsvierteln. Die Arbeit in Sayas, Bahia Honda und der ganzen Region von Artemisa, die von Juan und Ana Iris Sanchez durchgeführt und koordiniert wird, macht auch große Fortschritte, worüber wir uns gewaltig freuen. Daniel und Ana Isabel Gonzalez leiten eine Gemeinde in Havanna, die in den letzten zwei Jahren umgekrempelt wurde. In dieser Zeit hat sich die Gemeinde von 400 auf über 800 Mitglieder verdoppelt. Sie haben viele neue Projekte, wie z.B. die Bibelclubs, gestartet, und die Menschen für ein aktives missionarisches Leben mit Jesus herausgefordert. Mit intensivem Gebet hat alles angefangen und das bleibt auch ihre Stärke. Eins der neuen Projekte erreicht bis zu 800 Kinder und Jugendliche über eine Sportarbeit, die täglich läuft. In drei Monaten haben sich schon über 50 Jugendliche für Jesus entschieden, wurden getauft und werden jetzt durch eine Jüngerschaftsschulung in der Gemeinde integriert.

Freude und Dankbarkeit erfüllt unser Herz, wenn wir die von MASA unterstützten Projekte in Kuba sehen. Ihm sei Lob und Ehre!

Carlos Wadlow


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